28.02.2022

Papst bittet um Friedensgebete

Ukraine-Gebetstag am Aschermittwoch

Ein Tag, an dem wir Gott anflehen, den Krieg zu beenden: Papst Franziskus ruft zu einem Gebets- und Fastentag für die Ukraine auf.

Foto: kna/Vatican Media/Romano Siciliani
Friedensappell: Papst Franziskus rief beim Mittagsgebet
zu einem Gebets- und Fastentag für die Ukraine auf. 
Foto: kna/Vatican Media/Romano Siciliani

Papst Franziskus hat seinen Appell für einen Gebets- und Fastentag für die Ukraine am Aschermittwoch auch in den Sozialen Netzwerken bekräftigt. Über Twitter rief er in zahlreichen Sprachen, darunter erneut auch auf Russisch und Ukrainisch, zum Gebet auf. Es solle ein Tag sein, "an dem wir dem Leiden des ukrainischen Volkes nahe sind und an dem wir Gott anflehen, den Krieg zu beenden", schrieb der 85-Jährige.

Zuvor hatte Franziskus bereits beim Mittagsgebet zum Gebet für den Frieden aufgerufen und einen humanitären Korridor für ukrainische Flüchtlinge gefordert. Wer Krieg führe, vergesse die Menschlichkeit, betonte der Papst. Die "teuflische und perverse Logik der Waffen" sei weit vom Willen Gottes entfernt. Am Ende grüßte er die ukrainischen Teilnehmer in ihrer Landessprache.


Mit Gebet und Fasten auf den "teuflischen Wahnsinn" antworten

Den Kurznachrichtendienst Twitter nutzte der Papst auch am Samstag verstärkt, um auf die Lage in der Ukraine hinzuweisen. In Tweets wiederholte er seine Worte der letzten Generalaudienz am vergangenen Mittwoch: "Die Königin des Friedens bewahre die Welt vor dem Wahnsinn des Krieges." Denn Jesus habe gelehrt, dass man gegen "den teuflischen Unsinn der Gewalt" mit Gottes Waffen, dem Gebet und dem Fasten, antworten müsse.

Bereits am Freitagabend hatte der Vatikan Twitter genutzt, um den Friedensappell zu verstärken. In Tweets zitierte das Kirchenoberhaupt aus seiner Enzyklika "Fratelli tutti". "Jeder Krieg hinterlässt die Welt schlechter, als er sie vorgefunden hat", so die Papst-Worte. Und weiter: "Krieg ist ein Versagen der Politik und der Menschheit, eine beschämende Kapitulation."

Der Vatikan verbreitete alle Tweets in den üblichen Sprachen Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch, Polnisch und Arabisch - und ausnahmsweise auch auf Russisch und Ukrainisch.

kna