28.02.2012

Eine Internetmissionarin mit ungewöhnlichem Blog

"Dankstelle" für die Seele

Eine Internetmissionarin, Selbsthilfegruppen und die katholische Kirche empfehlen tägliche Danksagungen als Schutz gegen Trübsal. 


 

Ein Blick auf die "Dankstellen"-Seite im Internet

 

Tankstellen kennt jeder. Man nutzt sie, wenn dem Auto der Sprit ausgeht. Bei uns Menschen ist das etwas komplizierter. Wem die Kraft zur Bewältigung des Alltags schwindet, dem hilft kein Powersnack oder Energy-Riegel. Neben Therapien und einem - so weit es geht - entschleunigten Lebensstil kann eine gesunde, sprich vertrauensvolle Gottesbeziehung, einen guten Schutz gegen Burn-outs oder Depressionen bieten. Das bestätigen Psychologen.

Doch die Beziehung zum Höchsten will gepflegt sein. Am besten täglich, am besten schon in guten Zeiten. "Danken tankt auf!“, weiß beispielsweise Mandy, eine 28-jährige Mannheimerin, die im Internet einen lesenswerten christlichen Blog betreibt. "Such Dir zum Danken eine bestimmte Stelle und baue das Danken in Deinen Tagesablauf ein“, empfiehlt sie ihren Lesern.

"Big Daddy" half beim Ausstieg

Wie wichtig der Blick auf die guten Seiten des Lebens ist, haben auch Selbsthilfegruppen wie die "Anonymen Alkoholiker" oder "Narcotics Anonymous" erkannt. Ihren Neulingen empfehlen sie die Erstellung einer täglichen Dankbarkeitsliste, um aus dem negativen Gedankensumpf herauszukommen. Die dunklen Seiten kennt auch Mandy, die sich selbst gerne "Jesus Punk" nennt. Sie war einst schwer krank (Gehirntumor), lebte zeitweilig auf der Straße und blickt auf eine handfeste Drogenkarriere zurück.

Beim Ausstieg half ihr vor allem "Big Daddy“, wie sie gerne betont. Heute versteht sich die junge Frau als Intermissionarin. Demnächst soll auch ihr Buch „Jesus Punk“ erscheinen. Ein beeindruckendes Kapitel über die Lebensgeschichte der jungen Christin hat bereits die Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin Susanne Aernecke geschrieben. In ihrem Buch "Irgendwas muss dran sein…” ging sie etlichen Umkehrgeschichten nach. Lesenswert!

Üben für das Beten mit Kindern

Lauras Gebetbuch
Anregungen zum Beten mit Kindern gibt die Internetseite Lauras
Gebetbuch von katholisch.de.

Das Danken ist auch im täglichen Gebet mit Kindern ein nicht nur wichtiges, sondern meist auch wunderschönes Ritual. Abends, nach dem Zähneputzen, lassen Eltern und Kind den Tag noch einmal Revue passieren. Man entschuldigt sich für Unterlassenes oder Fehlverhalten.

Vor allem aber sagt man ganz bewusst Danke; Danke für all die guten Dinge, auch die einfachen Sachen, die viele von uns vielleicht schon längst für selbstverständlich halten: das Mittagessen, die warme Wohnung, das Lachen eines Mitmenschen, der uns auf der Straße begegnet ist, die lobenden Worte der Lehrerin … Wer im Gebet mit Kindern ungeübt ist, dem bietet „Lauras Gebetsbuch“ auf dem offiziellen Internetauftritt der katholischen Kirche in Deutschland ein paar Anregungen.

Ihr Webreporter Andreas Kaiser