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Vatikanzeitung verteidigt Haltung zu wiederverheiratet Geschiedenen

Die Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ hat sich in der Debatte über den kirchlichen Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen zu Wort gemeldet. In ihrer Mittwochsausgabe (30.11.) veröffentlichte die Zeitung einen Aufsatz von Kardinal Joseph Ratzinger aus dem Jahr 1998, in dem der heutige Papst die Haltung des Lehramts in dieser Frage verteidigt.

Die Abhandlung trägt den Titel: „Zu einigen Einwänden gegen die kirchliche Lehre über den Kommunionempfang von wiederverheirateten Geschiedenen Gläubigen“. Der Text des damaligen Präfekten der Glaubenskongregation war erstmals als Vorwort zu einer Veröffentlichung seiner Kurienbehörde im Vatikanverlag erschienen. Der Text sei bislang jedoch nur wenig bekannt, schreibt der „Osservatore“.

In dem Aufsatz verteidigt Ratzinger die Unauflöslichkeit der Ehe und wendet sich gegen eine Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zum Kommunionempfang. „Wenn die vorausgehende Ehe von wiederverheirateten geschiedenen Gläubigen gültig war, kann ihre neue Verbindung unter keinen Umständen als rechtmäßig betrachtet werden“, schreibt der damalige Kurienpräfekt. Ein Sakramentenempfang sei daher „aus inneren Gründen nicht möglich“. Das Gewissen des einzelnen sei „ausnahmslos an diese Norm gebunden“.

Zusammen mit dem Aufsatz veröffentlichte die Zeitung Ausschnitte aus lehramtlichen Verlautbarungen über die Unauflöslichkeit der Ehe sowie den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965). Unter ihnen ist auch das nachsynodale Schreiben „Sacramentum Caritatis“ von Benedikt XVI. aus dem Jahr 2007.

kna